Von Karfreitag zu Ostern

Auferstehung im Lichte der Wissenschaft und der Geschichte

Die Auferstehung Jesu ist ein derart außergewöhnliches Ereignis, daß darüber heute kaum noch jemand spricht. Dagegen steht die Naturwissenschaft in hohem Ansehen, deren Behauptungen sich durch Experimente beweisen oder widerlegen lassen. Auf diesem Wege sind wir zu Erkenntnissen und zu einem Wohlstand gelangt, der für uns heute selbstverständlich scheint.

 

Was kann der moderne Mensch dagegen noch mit der Auferstehung Jesu anfangen? Als einmaliges Ereignis ist es einer experimentellen Nachprüfung nicht zugänglich. Zudem liegt dieses Geschehen schon so „unendlich weit“ zurück, und die Berichte darüber erscheinen als so vage, daß „Auferstehung“ unserer Begriffswelt schon vollkommen entrückt und entfallen ist.

 

Trotz unserer heute schon so tiefen Natureinsicht bleiben aber dennoch einige Fragen, deren Antwort nicht einfach zu geben ist. Warum entwickelte sich ausgerechnet im christlichen Abendland diese so hochstehende Wissenschaft mit ihrer Technik, deren Früchte heute alle Welt genießt? Warum nicht in Indien oder in China, deren Kultur doch schon wesentlich älter ist als die christliche? Warum erfolgt die Jahreszählung im gesamten Weltmaßstab „nach Christi Geburt“? Warum konnte sich der Atheismus allein im ursprünglich christlichen Bereich entwickeln? Und haben wir als Menschengeschlecht trotz aller selbst verursachten Veränderungen (Umweltverschmutzung, Klimaänderungen) dennoch eine lebenswerte Zukunft auf diesem unserem Planeten?

 

In diesem Buche wird gezeigt, in welcher Weise unsere heute so hoch entwickelte Wissenschaft und Kultur mit dem damaligen Wirken Jesu verknüpft ist. In seiner Lehre vermittelte uns Jesus ein Weltbild, das mit unserem physikalischen Weltbild unter bestimmten Voraussetzungen durchaus in Einklang gebracht werden kann. Auch seine „Auferstehung von den Toten“ kann mit der hier angewandten Methodik bis zu einem gewissen Grade verständlich gemacht werden. Die Naturwissenschaft selbst gibt uns damit die Mittel an die Hand, um diesen einmaligen Werdegang des christlichen Abendlandes gegenüber allen anderen Kulturen und Entwicklungen auch verstehen zu können.